"bring your own"

Immer mehr Anwender bringen ihre privaten Geräte mit ins Büro, um damit im Unternehmensnetzwerk zu arbeiten oder Job-bezogene Tätigkeiten zu erledigen. Das bedeutet höhere Produktivität, beschert den IT-Verantwortlichen aber graue Haare.

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Andreas Raum

Mittwoch, 23. März 2011

Zu welcher Generation Produktivarbeiter gehören Sie? Also ich zur vierten. Das besagt zumindest die Studie „Consumerization of IT“. Die wurde durchgeführt von IDC gemeinsam mit Unisys.

Als wir vor sechzehn Jahren – der Satzanfang kommt Ihnen bekannt vor? Also mir auch. Ich kürze ab: Damals jedenfalls saßen wir mit privaten Notebooks an leeren Schreibtischen in ansonsten leeren Büros. Das Netzwerk existierte damals nur in der Theorie, das Medium der Wahl des Datenaustauschs war die 3,5 Zoll HD Diskette.

Um meinen Job zu erledigen nutze ich selbstverständlich auch mein privates Equipment. Neben meinem offiziellen E-Mail-Account benutze ich natürlich auch meinen privaten. Spätestens auf Facebook und Xing vermischen sich private und berufliche Bekanntenkreise – und hier plaudere ich zu Business-Zwecken munter aus meinem Privatleben genau wie in unserem Podcast.

Tatsächlich nutzen immer mehr in der Studie sogenannte iWorker – Menschen, deren Hauptressourcen Informationen sind und die ständig online arbeiten – private Geräte. Im Schnitt sind das vier CE-Devices und vielfältigste Anwendungen bis hin zu sozialen Netzwerken.

Für die Unternehmen ist das schön, denn die Mitarbeiter sind engagiert und motiviert. Für die IT-Verantwortlichen ist das nicht ganz so schön, denn sie müssen den sicheren Betrieb der IT garantieren. Keine einfache Herausforderung. Laut IDC/Unisys sind IT-Abteilungen auf diese Aufgabe schlecht vorbereitet. Nur jeder zweite Einsatz von Privatgeräten ist den IT-Verantwortlichen laut Studie bekannt.

Was die Studie beschreibt ist ein weites neues Betätigungsfeld für Systemhäuser. Höchste Zeit ist es, sich mit den „neuen“ Geräten und Anwendungen vertraut zu machen. Helfen Sie ihren Kunden, die Geschäftsrelevanz zu erkennen und das Privatequipment businesstauglich zu betreiben.