Wir sehen uns in Nürnberg – Achtung Systemhäuser – Cyberkriminalität legt zu!

Ende September hat das Bundeskriminalamt das Bundeslagebild Cybercrime 2017 veröffentlicht. Das Fazit: Die Cyberkriminalität nimmt weiter zu und professionalisiert sich. Besonders im Fokus der Angreifer stehen mobile Geräte.

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Andreas Raum

Montag, 08. Okt. 2018

„Aufgrund der vermeintlichen Anonymität und der Erreichbarkeit vieler potenzieller Opfer ist das Internet für Straftäter ein attraktives Tätigkeitsfeld.“ Konstatiert nüchtern das Bundeslagebild Cybercrime 2017. Dazu ein paar Zahlen: Registriert hat das BKA 85960 Fälle von Cyberkriminalität. Insgesamt wurden 251617 Straftaten „mit dem Tatmittel Internet“ erfasst. Auf dem Vormarsch ist mobile Malware mit einem Wachstum von 54 Prozent. Verbessert hat sich die Aufklärungsquote, die 2017 bei 40,3 Prozent lag (plus 1,6 Prozent).

Die Gefahr nimmt zu

Die Statistik macht nur sichtbar, was bekannt ist. Das BKA geht von einer hohen Dunkelziffer aus: „da die Anzahl der tatsächlich begangenen nicht polizeilich bekannt gewordenen und erfassten Straftaten um ein Vielfaches höher liegen dürfte.“ Nicht jede Tat gelangt zur Anzeige. Häufig genug bemerken die Geschädigten gar nicht, dass es einen Angriff gegeben hat. Und viele möchten nicht darüber sprechen, dass sie angegriffen wurden, weil sie Rufschädigung befürchten (übrigens keine kluge Strategie. Im Fall eines Angriffs hilft die richtige Kommunikation mit Partnern und Kunden. Als Kommunikationsexperten unterstützen wir gerne).

Tatsächlich fließen viele Fälle von Ransomware nicht in die Statistik ein, da das BKA sie als Erpressung gesondert erfasst.

Bedenklich ist die Professionalisierung

Cybercrime wird arbeitsteilig, es entsteht ein regelrechter Markt: „Ein aktueller Trend ist die Professionalisierung der Täter im Bereich CaaS. So kann durch die kriminellen Dienstleistungen in Form einer Auftragsarbeit der gesamte Prozess - von der Beratung des ‚Kunden’ über die Auswahl einer Sicherheitslücke, der Anpassung der Schadsoftware, der Einbringung der Malware auf dem Zielsystem bis hin zur Organisation der inkriminierten Geldströme - an spezialisierte Dienstleister abgegeben werden.“ CaaS steht für „Cybercrime as a Service“. Konnten früher vor allem Hacker mit tiefem technischem Know-how Angriffe durchführen, können heute auch Laien solche in Auftrag geben: „Dadurch öffnet sich das Phänomen Cybercrime für eine breite Nutzerschicht ohne tiefgehende technische Kenntnisse“, konstatiert das BKA.

Die Polizei rät zur Prävention

Besonders betroffen sind Unternehmen: „Es bleibt festzustellen, dass der Wirtschaftsstandort Deutschland aufgrund der vergleichsweise hohen Konkurrenzfähigkeit und technologischen Expertise ein interessantes Ziel für Cyber-Spionage oder allgemeinkriminelle Hacker darstellt.“

Hier hilft Prävention zum Beispiel in Form moderner IT-Security Lösungen aber auch von Awareness Trainings der Mitarbeiter. Doch vor allem mittelständische Unternehmen sind mit Absicherung ihrer IT häufig überfordert. Dazu kommt ein akuter Fachkräftemangel bei Security Spezialisten.

Haben Sie mit Ihren Kunden schon über das Bundeslagebild Cybercrime gesprochen?

Kommende Woche findet in Nürnberg wieder it-sa, die führende Messe für IT-Security, statt. Eine schöne Gelegenheit sich auf den neuesten Stand zu bringen. Sehen wir uns in Nürnberg und sprechen über IT-Security!

Bildquelle(n): Andreas Raum /


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