Der Channel macht Karriere

Seit April ist Fujitsu Channelchef Jörg Brünig auch Mitglied der Geschäftsleitung. Ein überfälliger Schritt, denn bei Fujitsu läuft das Partnergeschäft gut, die Partner sind zufrieden und der Hersteller baut die Betreuungskapazitäten aus.

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Andreas Raum

Dienstag, 24. April 2012

„Unser zentrales Geschäftsmodell heißt Hardware“, Jörg Brünig, frischgebackenes Mitglied der Geschäftsleitung bei der Eröffnung der diesjährigen Partnerveranstaltung vergangene Woche in München strahlt. Denn es läuft gut im Fujitsu Channel. Die Partner sind zufrieden, das Unternehmen konnte Systemhäuser vom Wettbewerb überzeugen und freut sich über kräftigen Zuspruch zu den Partnertagen. Dazu hat Fujitsu die Betreuungskapazitäten aufgestockt. Bei den internen Prozessen sieht man noch Verbesserungsbedarf, daran arbeite man, dass es für Partner noch einfacher wird Geschäft mit Fujitsu zu machen.

In der Hardware sieht Brünig einerseits den Serviceträger und andererseits das Kundenzugangsinstrument. Das ist eine gute Botschaft für Partner, die aus dem Hardware- und Infrastrukturgeschäft kommen. Und die Geschäftsentwicklung spricht für Fujitsu: 39 Prozent Wachstum bei mobilen Geräten, 26 Prozent bei Storage und 37 Prozent bei Services. Nur bei Servern ist die Geschäftsentwicklung flach bei einem Marktanteil von 30 Prozent. „Da geht mehr“, appelliert Brünig an die Partner. Ein All-Time-High habe man bei Serverauslieferungen aus Augsburg im März verzeichnet. Auch sei die Festplattenknappheit, die das Geschäft in den vergangenen Monaten erschwert habe, inzwischen entschärft. Ab Mai rechnet man bei Fujitsu wieder mit 100 prozentiger Verfügbarkeit bei allen Kapazitäten.

Während andere das Hardwaregeschäft vor dem Aus sehen, bekennt sich Fujitsu zum Geschäftsmodell und zu seinen Partnern. Das ist gut und wichtig für den Channel. Denn der Übergang zu Cloud Computing wird die Landschaft deutlich verändern und nicht alle Hersteller sehen die Bedeutung ihrer Partner auch in der Zukunft.

Dabei bleibt Fujitsu nicht rückwärts gewandt im Blech verhaftet, sondern betont auch die Notwendigkeit, sich dem neuen Geschäftsmodell zu öffnen. 30 Prozent des Neugeschäfts sieht Fujitsu President Masami Yamamoto bis 2015 Cloud-basiert und darauf gelte es sich einzustellen. Sowohl von Seiten des Herstellers als auch seitens der Partner.