Wir werden uns an viele neue Namen gewöhnen müssen

Mit fortschreitender Digitalisierung aller möglicher Prozesse quer durch die Wertschöpfungskette unterschiedlichster Branchen verändert sich die IT sehr schnell. Viele neue Anbieter kommen in Spiel: Kürzlich hat Atlassian Trello übernommen. Was das bedeutet.

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Andreas Raum

Montag, 23. Jan. 2017

„Hätten alle Beteiligten in der ITK-Wertschöpfungskette in den vergangenen Jahrzehnten ihren Job so gemacht, wie sie das gesollt hätten, dann wäre uns Cloud Computing erspart geblieben“, eine steile These zum Beginn des neuen Jahres, geäußert von einem guten Freund, Inhaber eines mittelständischen Systemhauses. Die These klingt auf den ersten Blick absurd, gewinnt aber bei längerem Nachdenken an Plausibilität. Eine Frage in diesem Zusammenhang: Kennen Sie Trello?

Bei der freyraum arbeiten wir mit Trello seit rund einem Jahr. Es ist eine sehr einfache aber mächtige Cloud-basierte Projektmanagementsoftware. Deren Benutzung ist in kleinerem Rahmen kostenfrei. Denn die Anwendungsszenarien fangen an bei privater Partyplanung. Sie reichen aber erheblich weiter. Fünf Jahre nach Gründung setzen 19 Millionen Anwender Trello ein. Viele Privatanwender aber auch große Unternehmen. Google, National Geographic, die englische Regierung, das Rote Kreuz oder die Vereinten Nationen sind einige der Beispiele, die Trello im Unternehmensblog ((http://blog.trello.com/trello-atlassian)) nennt. Trello ist ein typisches Beispiel für eine Software, die Teams und Abteilungen in Unternehmen nutzen, ohne dass die IT jemals davon erfährt.

Beachtlich ist, dass Trello seine weite Verbreitung ausschließlich online erreicht hat und dass die Lösung auf der Infrastruktur von Amazon arbeitet. Was Anwender überzeugt sind Funktionalität, einfache Bedienung und Flexibilität. Was Anwender auch überzeugt ist wie einfach der Einstieg ist und wie intuitiv zum Beispiel die Trello Website gemacht ist. Trello ist das typische Beispiel für ein Unternehmen, dessen Lösung und Geschäft erst durch die möglich geworden ist.

Anfang des Jahres ist Trello von Atlassian übernommen worden. Ich muss gestehen, dass ich zwar Trello seit einem Jahr einsetze und über die Softwareszene allgemein recht gut informiert bin, aber von Atlassian hatte ich bis zu diesem Zeitpunkt noch nie gehört. Atlassian hat über die Zeit eine ganze Reihe an Tools und Lösungen übernommen, die sich um das Thema Online-Kooperation drehen. Es ist ein Unternehmen mit 1700 Mitarbeitern und 60000 aktiven Unternehmenskunden. Ein Besuch der Atlassian Website ((https://www.atlassian.com/)) lohnt ebenso wie ein genauerer Blick auf Trello.

Als Trello Anwender sehe ich natürlich mit gemischten Gefühlen auf die Übernahme. Allerdings bleibt festzuhalten, dass wir uns in der IT an viele neue Namen nicht nur gewöhnen, sondern anhand der neu verfügbaren Lösungen unser Geschäft überprüfen müssen. Denn um Trello (und viele andere Unternehmenslösungen) nutzen zu können, müssen Unternehmen kein Stück spezialisierte Hardware und Infrastruktur anschaffen oder betreiben.

Wäre uns die Cloud erspart geblieben? Eine Lösung wie Trello spricht deutlich für die Cloud – zumindest aus Anwendersicht. Aber das ist ja Teil der Frage. Und die wird uns noch länger beschäftigen.

Zum Abschluss noch ein Veranstaltungshinweis: Anfang Februar findet in Amsterdam die ISE statt. Es geht um Digital Signage – Technologien, die die Werbung digitalisieren. Ein interessanter Markt, weil sich nicht nur Großkonzerne und Werbenetzwerkbetreiber, sondern auch viele Mittelständische Unternehmen – vom Einzelhändler bis zum Hotel und Gastronomiebetrieb – vom Einsatz einer Digital Signage Lösung profitieren können. Sehen wir uns in Amsterdam!

Bildquelle(n): Alexander Glatzeder /


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